Aus dem Fitnessstudio in die Box – das erwartet Dich
Viele heutige CrossFitter waren vorher schon sportlich aktiv. Sehr viele davon waren vorher in einem Fitnessstudio angemeldet und haben dort klassisch an den Geräten trainiert. Doch was erwartet einen Athleten eigentlich, bei dem Umstieg vom Fitnessstudio zum CrossFit Box-Mitglied?

Vorab sei gesagt – nichts schlimmes 😉

Hier sind die wesentlichen Unterschiede:

  1. Im Fitnessstudio bist Du mehr oder weniger auf Dich alleine gestellt und ziehst Dein eigenes Programm durch. Du kümmerst Dich selber um die Trainingspläne und motivierst Dich selbst. Verabschiede Dich davon, wenn Du mit dem Gedanken spielst, in eine Box einzutreten. Dort ist der Coach für die Workouts verantwortlich. Die Motivation entsteht durch den Coach und durch die Gruppendynamik, in der Du die WODs absolvierst. Genau diese Gruppendynamik sorgt bei sehr vielen Menschen dazu, über die Grenzen herauszugehen und alles zu geben. Im Fitnessstudio sind solche Momente eher die Seltenheit (natürlich abhängig von der eigenen Motivation und den Zielen).
  2. Im Gegensatz zum Training im Fitnessstudio wird in der Box keine Muskelgruppe isoliert trainiert. Dies ist ein wesentlicher Bestandteil des CrossFit Konzepts. Die verschiedenen WODs beanspruchen meist den ganzen Körper. Das Training in der Box ist eine Kombination aus Kraft- und Konditionsübungen.
  3. Die Trainingsroutine wird sich ändern – definitiv. Während das Training im Fitnessstudio für die einzelnen Muskelgruppen eher gleich aussieht, von Woche zu Woche, ist das Training in der Box immer anders. Somit werden die Muskeln optimal beansprucht und trainiert. Das Training ist sehr abwechslungsreich und fordert Dich bei jedem Training aufs Neue.
  4. Cardio ist im Fitnessstudio oft ein lästiges Thema. Auch heute gehören vor dem Anbruch der höheren Temperaturen draußen der Crosstrainer und das Fahrrad zu den Geräten der ersten Wahl. Beim CrossFit ist das Ausdauertraining das ganze Jahr über ein fester Bestandteil des Trainings. Das Ziel ist es nicht, auf den Tag genau mit einem eingeölten Sommerkörper dazustehen, sondern das ganze Jahr über fit zu sein. Aber keine Sorge, Ihr dürft Euch natürlich trotzdem gerne einölen.
  5. Die Community wird im CrossFit groß geschrieben. Im Fitnessstudio gibt es natürlich auch die Gym Buddys, aber das Training ist meist eher anonym. In der Box trainierst Du immer in einer Gruppe. Hier unterstützen sich die Mitglieder gegenseitig und feuern sich an.
  6. Beim CrossFit steht zu jeder Trainingseinheit ein Coach an Deiner Seite um Dir Tipps zu geben, Dich anzufeuern und Dich zu korrigieren. In manchen Fitnessstudios hat man manchmal das Gefühl, dass der Trainier selbst einen Trainer braucht. Natürlich ist das nicht immer so und auch in Fitnessstudios gibt es gute & engagierte Trainer 😉

Der Umstieg wird sicherlich eine gewisse Zeit brauchen, doch eines ist sicher – es lohnt sich!
Dieser Artikel soll keinesfalls Fitnessstudios schlecht machen. Es soll lediglich ein Leitfaden für diejenigen sein, die mit dem Gedanken spielen, zu wechseln. Natürlich haben auch Fitnessstudios weiterhin ihre Berechtigung und sind auch weiterhin für hunderttausende Athleten die erste Wahl. Nur für uns halt nicht 😉

Im Endeffekt lässt sich auch nicht pauschal sagen, was besser oder schlechter ist. Alles hat seine Vor- und Nachteile.

Fazit
Probiere es aus und entscheide selber, was das Richtige für Dich ist. Die Entscheidung kannst nur Du alleine treffen.
Wofür Du Dich auch entscheidest: Sport frei!