Tag 2 begann mit spannenden Heats.

Im ersten Workout des Tages mussten die Athleten drei mal jeweils in 3 Minuten 50 DUs, 20 T2Bs und 12OHS/10 Thruster/8 Snatches absolvieren. Nur wer den Workload innerhalb der drei Minuten durchbrachte, durfte zum nächsten Set weiter. Am Ende standen 3 Bar MUs, 4 DLs und 5 Burpee Box Jumps. Das genaue Workout könnt ihr euch hier noch mal mit allen Gewichten ansehen.

Die wenigsten Frauen kamen überhaupt bis in die Bar Muscle Up Runde – und dort warteten nicht nur die Bar Muscle Ups, sondern auch noch richtig schwere AXLE Deadlifts. Ann-Kathrin Weber griff aus Heat 3 an und war die erste, die die finale Runde erreichte. In Heat 4 setzte die mehrfache Regionals Athletin Lindsay Hurte aber noch einen drauf und riss in drei Runden jeweils vier Deadlifts touch and go vom Boden. Hut ab.
Auch Emely Camera kam bis zu den Muscle Ups. Mit Platz 6 kommt das zweitbeste deutsche Ergebnis in diesem Event von ihr.

Bei den Männern holten sich Egg-Athlet Julian Reinhold und Goran Stefanovski die besten deutschen Ergebnisse. Platz 6 und 7 gingen an sie. An erste Stelle setzte sich hier erneut Jonas Müller.

Event 4 brachte Rope Climbs und schwere Ground to Overheads. Das Time Cap von sieben Minuten war so knapp, dass nur die erstplatzierte Lindsay Hurte das Workout zu Ende bringen konnte. Anna-Carina Häusler kam bis auf 6 fehlende Reps ans Ende heran: Damit ist sie die beste Deutsche auf Platz vier in diesem Event.

Richtig spannend war es bei den Männern. Hier beendete Julian Reinhold, der im dritten Heat startete, das Workout als erstes. Eine Zeit von 6:06 hatte der nächste Heat zu schlagen. Der Franzose Yohann Gigord legte zu Beginn richtig vor. In Runde zwei sah man seinen Deficit Hand Stand Push Ups allerdings schon an, dass er zu kämpfen hatte. Jonas Müller schien so zu pacen, dass er auf Höhe des Franzosen blieb – sah dabei aber entspannter aus. Und so zog er in der letzten Runde auch deutlich am Franzosen vorbei. Eine Zeit von 5:22 brachte ihm den ersten Platz, während Gigord noch an seinen letzten HSPU kämpfte, und auch noch Arnar Sigurdsson an sich vorbei ziehen ließ. Ein super spannender Heat.

Die Athleten waren jetzt gespannt auf das Briefing für das letzte Event, den Outdoor Run. In den letzten Jahren hatte sich Ramon hier fiese Workouts ausgedacht. Ein steiler Lauf im Schnee vor zwei Jahren, ein noch steilerer Lauf mit unhandlichem Sandsack im letzten Jahr. Im Vorhinein wurden Gerüchte über ein Schwimm-Event laut… Am Ende sollten 2,7 km mit 24/16 kg Kettlebell absolviert werden. „Erst recht flach, dann wird es steil“. Stöhnen bei den Athleten, die sich aber bereitwillig ihre Warnweste und Stirnlampe griffen und mit Bussen zum Wettkampfort transportiert wurden.

Im Ziel war erleichterte Stimmung und Lagerfeuer.

Als erster Deutscher kam Markus Schmidt ins Ziel und sicherte sich Platz 8.
Bei den Frauen gingen mehr vordere Plätze an Deutsche: Ann-Katrin Weber und Sarah Mentzen mischen auf den ersten drei Plätzen mit, Vivi Viktorova kommt auf Platz 8.

Damit ist Ann-Katrin Weber nach Tag 2 dritte, während Lindsay Hurte nach wie vor den ersten Platz besetzt. Anna-Carina „AC“ Häusler und Sarah „Särri“ Mentzen kommen auf Platz 10 und 11.
Bei den Männern führt Jonas Müller. Julian Reinhold und Goran Stefanovski teilen sich Platz 6.

Die morgigen Workouts finden auf der Fitness-Expo statt. 28 Minuten Ausrasten vor begeistertem Publikum werden über die Finalteilnahme entscheiden. 18 Männer und 12 Frauen schaffen den Cut. Damit haben mit Emely Camera, Sarah Mentzen, Anna-Carina Häusler und Ann-Katrin Weber noch vier deutsche Frauen eine realistische Chance.
Auch bei den Männern dürfen wir uns deutscher Teilnehmer im Finale recht sicher sein: Goran Stefanovski und Julian Reinhold und Markus Schmidt stehen bisher unter den ersten 18. Natürlich kann sich nach Event 5 noch einiges ändern.