Das war es mal wieder. Die diesjährigen “CrossFit Open” fanden mit 14.5. WOD einen krönenden Abschluss. Und was jetzt – nach den Open ist vor den Open!

Zur kurzen Erklärung für die nicht so CF-bewanderten Leser: Die sogenannten “Open” finden jedes Frühjahr statt (1. Mal: 2007) und sind eine weltweite Qualifizierungsrunde für die CrossFit Games – quasi die Weltmeisterschaft im CrossFit. Zur genaueren Erklärung am besten den Artikel von Benjamin Swyter lesen (Artikel).

Interessant ist, vielen mit denen ich sprach ging es so – obwohl man leistungsmäßig weit von Elite CF-lern entfernt ist, ist man doch aufgeregt und vor jedem Workout steigt die Nervosität. Man macht sich Gedanken ob es eine gute oder es DIE Strategie gibt, wie man den Mini-Wettkampf am besten meistern kann. Wobei ich der Meinung bin, zu viel denken kann einen im Zweifelsfall auch nicht retten und jeden Boxjump, Wallball und Burpee in Sekundentakte aufzuteilen, schützt auch nicht vor Atemlosigkeit. Entweder du hast ausreichend Fähigkeiten, Erfahrung und vernünftiges Training hinter dir oder man muss seine Schlüsse ziehen und sagen – nächstes Mal.

Aus diesem Grund hieß es bzgl. der Absolvierung der Open WODs bei uns in der Box -man hat eine Chance, nutze sie! Unter Wettkampfbedingungen gibt es auch nur den einen Moment. Man kann nicht dem Judge sagen, “Du, da hatte ich bei den 21 Thrustern jetzt den falschen Pace… lass uns das noch mal machen…” Auch hinsichtlich des Trainingprogramms empfanden wir es als sinnvoll. So trainiert man nicht 5 Wochen um ein/ zwei Einheiten drumherum sondern kann die restlichen Tage ausgewogen “arbeiten” und ballert sich nicht ohne Sinn und Verstand weg. Ich denke, dass ist gerade für “Rookies” wichtig.

Warum tun wir uns das an? Spätestens wenn man für das Thruster- Burpee- Massaker 30 Minuten oder länger gebraucht hat, wird man sich das wohl fragen…um sich mit Bekannten oder auch Unbekannten zu messen, um sich selbst was zu beweisen oder zu überraschen, zu was man in der Lage sein kann, um den Sport, den man mag “zu feiern”…Und wie spannend kann es doch sein, zu sehen, wie man in einem Wiederholungswod abschneidet oder wie man sich bereits verbessert hat. – Das eine Jahr noch keinen Klimmzug geschafft, das nächste Jahr 3 “C2b”…sowas spornt an. Die persönliche Entwicklung ist das was zählt. Ob man nun teilnimmt oder nicht.

Für den einen gehört der Wettkampf im Sport dazu, für den anderen ist es einfach nur der Spass an der Bewegung. Und das ist auch gut so. Bei all der Anstrengung und der Konzentration die man aufbringt, dem Schweiss, den Flüchen und manchmal Blut, bei all der Ernshaftigkeit die vernünftiges Training einfordert, ist Freude doch der eigentliche Motor.

Sport – ob CrossFit oder nicht – sollte doch etwas Positives bewirken. Das man sich gut, lebendig und ausgeglichen fühlt. Würdigen, dass man gesund ist.

Also:

Vergleich dich nicht (nur) mit anderen, vergleich dich mit dem, der du gestern warst.

Und viel Spaß weiterhin – nach dem Spiel ist vor dem Spiel.

Sarah -Särri- Mentzen, CF-Level 1 Trainer bei CrossFit HH. Überraschte sich selbst und erreichte dieses Jahr die Top Ten bei den Frauen in Deutschland.

Das WOD Team gratuliert! 

Särri