von Emely Camara

Was haben die CrossFit Open und Wettkämpfe wie „The Athlete Games“ oder der „German Throwdown“ gemeinsam? All diese Wettkämpfe sind Einzelwettkämpfe. Was ist aber, wenn man so etwas ungern alleine bestreitet und viel lieber seine Stärken in einem Team unter Beweis stellen möchte?

Derzeit wachsen CrossFit Events für „Individuals“ in Europa nur so aus dem Boden. Fast jedes Land, sei es nun England, Frankreich, Deutschland oder aber Türkei, Griechenland, Israel, veranstaltet mittlerweile seinen eigenen „Throwdown“ und die Athleten strömen nur so dahin, wie die Bären zum Honig.

Das beantwortet aber immer noch nicht die Frage, was mit denjenigen ist, die nicht individuell teilnehmen wollen oder von der Leistung her (noch) nicht können. Dabei liegt die Antwort klar auf der Hand.

Team-Wettkampf. 

Um Aussagen wie „Ja, aber bei den Regionals und Games treten doch auch Teams an“ gar nicht erst aufkommen zu lassen: Sicher gibt es die dort, aber muss das Team Qualifikations-Workouts als Team machen? Team-WODs? Nein, jeder Athlet muss jedes Workout zunächst trotzdem alleine machen, um das Team qualifizieren zu können.

Aus diesem Grund haben sich 2013 die beiden Gründer, Patrick Funk und Florian Lechner, von „Challenge Makes You Bäääm“ (kurz=CMYB) gedacht, sie veranstalten eine eigene Team-Challenge. Die ersten beiden Jahre wurden Boxen aus ganz Deutschland und der Schweiz eingeladen, Teams für dieses Event zu stellen. Da es dann 2014 schon zahlreiche Anfragen aus diversen anderen Nachbarländern gab, wurde dieses Jahr nun aus der Challenge auf Einladung eine mit Online-Qualifikation. Teams aus Frankreich, Italien, Spanien und sogar Finnland ließen sich nicht zweimal bitten.

Neu sind auch die zusätzlichen Divisions für Master und Kids, eine Scaled-Variante und die eigene Homepage (www.challengemakesyoubäääm.eu). Und war der Veranstaltungsort bisher immer in der Box von CrossFit am Lech in Augsburg, zieht die Challenge nun in eine 800 qm Halle mit etwa 1500 Zuschauerplätzen um.

„Es ist ein mega Gefühl so etwas Großes zu organisieren. In erster Linie steht für mich, meine Idee einer Challenge umzusetzen. Das richtig zu machen, was ich bei anderen Challenges als falsch empfunden habe“, so Florian Lechner.

Welche Arbeit tatsächlich dahinter steckt, hat er auch verraten. Im Schnitt drei Stunden täglich wenden die beiden neben ihren eigentlichen Vollzeitjobs noch auf. Bei so vielen Aufgaben nicht verwunderlich. Müssen doch Sponsoren akquiriert und Werbung gemacht werden. Vor allem in sozialen Netzwerken, wie Facebook, denn mal ehrlich, wer liest heute noch regelmäßig die Tageszeitung. Nachrichten beantworten, Technik organisieren, in der CrossFit Szene präsent sein, Anmeldungen entgegennehmen, Finanzplanung machen und viele Dinge mehr, die auf den ersten Blick unwichtig erscheinen.

ABER die Arbeit lohnt sich. Derzeit haben sich schon 117 Teams angemeldet. 42 Teams insgesamt (35 Elite, 5 Master, 2 Kids) schaffen es ins Finale.

Um sich zu qualifizieren, müssen die Teams an der 6-wöchigen Online-Qualifikation teilnehmen. Jeweils zwei Wochen mit je 2 Workouts. „Wir wollten, dass die Teams mehr Zeit haben, weil es oft schwierig ist, dass alle Teammitglieder zum gleichen Zeitpunkt können“, so Florian.

Für Patrick Funk ist eins klar: „Unser Ziel ist, dass sich diese Challenge in Europa etabliert, eine Challenge mit Hand und Fuß.“.

Die am Finale teilnehmenden Teams kann man sich am Samstag, den 2. Mai 2015 und Sonntag, den 3. Mai 2015 in der „Hydro-Tech Eisarena“ in Königsbrunn, bei Augsburg anschauen.

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