„Empowered (Wo)men empower (Wo)men.“

Am Samstag den 30.04. wurde der 01. Mai besonders laut und brachial, jedoch mit ebenso viel positiver Energie, eingeläutet. Im „Berlin Strength“ gab es den ersten „Women only Powerlifting Wettkampf“ Das „stärkste Gym Berlins“ befindet sich auf dem RAW-Gelände in Berlin-Friedrichshain und der Name passt wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge: Ohne unnötiges schicki lacki Schnick Schnack aber mit starkem Equipment ist in der gemütlich-großen Halle ausreichend Raum für ausgiebiges Krafttraining.

Funktionelles Training à la CrossFit, Bodybuilding, Strongman und Powerlifting – geht alles. Nun, zum zweijährigen Bestehen machte sich das BS-Team quasi ein eigenes Geburtstagsgeschenk. Unter dem Titel „Boss Girls“ wurde die Idee geboren, Sportevents für Frauen und Mädchen zu organisieren – Wettkämpfe, in denen es in erster Linie darum geht, sich gegenseitig zu unterstützen und den Sport und den Spaß daran zu feiern. Leistungsmessungen und Grenzen austesten jenseits von unverhältnismäßigen Konkurrenzverhalten und Egoshow. Powerlifting, zu deutsch Kraftdreikampf – KDK – siehe: www.bvdk.de, zum Verständnis mit dem olympischen Zweikampf im Gewichtheben (Reißen und Stoßen) vergleichbar: Ziel ist es, möglichst viel Gewicht zu bewegen. Es werden drei Disziplinen bestritten: Der Squat (Kniebeuge), Bench Press (Bankdrücken), Deadlift (Kreuzheben). Die drei besten Lifts aus jeder Disziplin werden als „Total“ zusammengezählt und im Verhältnis zum Körpergewicht verrechnet. Der Sportler in seiner jeweiligen Alters- und Gewichtsklasse mit dem höchsten Total gewinnt. Hört sich für manch Einen vielleicht etwas „simpel“ an, aber ohne gute Technik, aufmerksamen und ernsthaftem Training geht hier nix (bzw. irgendwann nicht mehr viel….).

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Bei den „Boss Girls“ gab es drei Gewichtsklassen: -60kg, -75kg und +75kg. Das Starterfeld, bestehend aus 15 Frauen, war spannend gemischt: Man erlebte Mädels mit KDK-Erfahrung, aus dem Bodybuilding und dem CrossFit-Bereich. Für viele war es das erste Powerlifting-Meet, für manche sogar der erste Wettkampf überhaupt in solch einem Rahmen. Respekt. Alleine durch sich-der-Herausforderung-stellen schon gewonnen! Überhaupt schien das Event ein Gewinn für alle Beteiligten gewesen zu sein. Es gab ein allgemeines, herzliches Willkommen, und nach dem Wiegen, Briefing und Vorstellen der Kampfrichter ging es mit den ersten Versuchen los. Die Stimmung war durchweg gut und es kam auch auf Zuschauerseite keine Langeweile und kein Stress auf – es sei denn im positiven Sinne, wenn man mit den anderen mitbangte und -fieberte… Als Nervennahrung gab es Shakes, Riegel und selbstgemachte Snacks und Sweets – vegan und („Aber“ würde manch Skeptiker sagen…) köstlich.

Publikum, Helfer und Judges machten allzeit einen top Job und so gab es einige beeindruckende Lifts zu sehen. „Nur Mädchen?!? – das gibt Zickenkrieg.“ – No way!

Wenn geschrien wurde, dann weil man mit sich selbst, für oder mit den anderen gekämpft hat! Gratulation an die Veranstalter und alle Teilnehmer für den gelungenen Tag! Man kann sich hoffentlich auf eine Wiederholung und Fortsetzung freuen und hoffen, dass sich noch mehr Mädchen (und Jungs) für den Sport interessieren, begeistern und sich viel zutrauen.

„Strong people don’t put others down- they lift them up.“ <<

 

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