Oder auf CrossFitisch : “Constantly varied…”

…das kam mir in den Sinn, wenn ich an die letzten aufregenden Wochen zurückdenke. Und was da in den nächsten noch kommen mag…!

Sportlich gesehen fand ich mich Anfang des Monats im “wilden Osten” bei den “Biestern” der Czechbeastchallenge wieder und musste Kopfstress, Sorgen und Bedenken ausblenden, um mithalten zu können. Der Druck, den man sich ja meißt selbst aufläd, läßt einen nicht schlafen. Anreise,, Ankommen, Aufregung und angespanntes Warten auf die Workout- Verkündung. Taktieren, Strategien überlegen…und dann geht’s los!

Adrenalin gibt dir Antrieb- stärker als jeder komische Booster, den du dir reinziehst, wenn du eigentlich schon zu müde bist zum trainieren….du denkst nicht mehr, du folgst nur noch deinem Plan. Arbeitest dich vorwärts Stück für Stück. Selbstgespräche und -anweisungen führen dich Richtung Ziel. Du schaust nicht nach rechts und links, du läufst ein Rennen gegen dich selbst. Beesser sein als dein gestriges Ich. Oder das der letzten Woche . Oder das vor einem Jahr….den eigenen, persönlichen Antrieb muss jeder für sich selbst finden. Aber wie dem auch sei: bei all der Anstrengung gibt es auch immer wieder ein Lächeln in den Gesichtern der Leute zu sehen. Und das ist ein sehr schöner Aspekt: Sport verbindet und schafft Gemeinsamkeiten. Herkunft, Aussehen, Vermögen ist nebensächlich. In jedem Fall, ein Gewinn für alle!

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Das Wochenende darauf durfte ich dieses Gefühl von außen als “Coach” erleben. Mit ein paar “jungen Löwen” aus unserem Hamburger Lions’ Den ging es zum “Battle of Rostock”. Für die meisten war es der erste CrossFit- Wettkampf und auch wenn ich bloß mit Rat zur Seite stehen und Wasser, Taschen und Papiere halten konnte, fieberte ich innerlich natürlich ordentlich mit! Man diskutiert über Rangehensweisen, versucht Bedenken zu mildern und wegzuwischen. Denn trotz allem olympischen Gedankengut a`la “Dabei sein ist alles.”, schwebt eine nicht zu verachtende Ehrgeiz-Wolke über der Truppe… natürlich wollen wir gewinnen!

Ich war am Ende des Tages ähnlich erschöpft wie nach einem eigenen Wettkampf- zumindest mental…Schreien, jubeln, lachen, Gänsehaut bekommen, Pipi in den Augen haben bei neu errungenen Bestleistungen – quasi ein Wellenbad der Gefühle.

 

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Sämtliche bisherigen Erfahrungen und monatelange Vorbereitung und Arbeit gipfelten nun dieses Wochenende in einem für mich und unsere Box wichtigen Event: Die Hamburg Classic Challenge 2015. Für CFHH die zweite Edition. Für mich “mein erstes Mal”.

Ich wurde ja schon vorgewarnt: “eigentlich fängt man ein Jahr vorher an zu planen..” Na gut, ein paar Monate mußten reichen. Und was es nicht alles zu bedenken gab. Ständiges Schreiben, klären und erklären auf allen möglichen Kommunikationskanälen. Planänderungen, absichern, Feedback einholen- hab ich auch an alles gedacht?! Nervosität hoch zehn. Hoffentlich gibt’s kein Chaos. Hoffentlich fühlen sich alle wohl. Das, was ich selber bisher auf Wettkämpfen erleben durfte, wollte ich nun nutzen, Schönes übernehmen oder noch besser machen, suboptimale  Zustände sollten vermieden werden. Ich wollte ein Event, über das ich mich selber als  Teilnehmer freuen würde. Und siehe da- das Chaos aus meinen Alpträumen blieb aus! Dank fantastischer Zusammen- und Mitarbeit meiner Kollegen, unserer Mitglieder und zahlreichen angereisten Freiwilligen!!

Ein paar Tage danach ist es noch gar nicht richtig greifbar… aufgeschobene Arbeit wartet, das “normale” Leben geht weiter. Es geht immer besser und man strebt stets nach einer Steigerung, doch wenn ich jetzt grade darüber nachdenke, bin ich zufrieden und fröhlich!

All die Eindrücke, Erfahrungen, die Hilfsbereitschaft, Unterstützung und positive Energie der Leute um mich herum, zeigen mir das Großartige an meinem Job im speziellen, dem Sport im allgemeinen und wie es sein kann, mit Menschen zusammen zu arbeiten.

Beitragsbild Photocredit