Fitnessfreaks da draußen! Es wird mal wieder Zeit ein neues Nahrungsergänzungsmittel vorzustellen. Und in diesem Zusammenhang ist das Wort „Neu“ auch gar nicht so falsch gewählt. Seit einiger Zeit finden sich vermehrt Krill-Öl Produkte auf dem Markt und werben mit vielversprechenden Slogans a la „48mal so effektiv wie herkömmliche Fischöl- Produkte“.

Über die gesundheitlichen Vorteile einer höheren Aufnahme von Omega3- Fetten, speziell EPA und DHA, hab ich mich ja schon ausgelassen (nicht mitbekommen? Na dann aber JETZT), heute stelle ich euch nur kurz dieses neue Produkt einmal vor und kläre vor allem die Frage, ob dieses Supp denn tatsächlich sein Geld wert ist.

Krill-Öl wird aus dem Antarktischen Krill (Euphausia Superba), einem einer Garnele ähnlichen Krustentier, gewonnen. Dies ist die einzige Krill-Art, die in riesigen Schwärmen in den klaren, eiskalten Gewässern der Antarktis lebt. Krill steht am Anfang der Nahrungskette und reichert daher auch keine Umweltgifte an. Im Gegensatz dazu akkumuliert Fisch, der frei im Ozean schwimmt,  immer mehr Umweltgifte, die sich dann auch im Fisch-Öl wiederfinden. Die Werte der Umweltgifte im Fisch und in Fisch-Ölen steigen weltweit an. Ernährungsorganisationen raten inzwischen Schwangeren vom Fischkonsum ab. Damit hätten wir schon mal einen Vorteil von Krill-Öl. Und Quelle ist auch schon geklärt: Ein kleines Krustentier statt großer fetter Fische. Doch was macht Krill denn nun 48 mal besser?

Das Stichwort lautet Bioverfügbarkeit! Das Besondere an Krill-Öl ist, dass die darin enthaltenen mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA vorwiegend an Phospholipide gebunden sind. Dadurch sind sie besonders gut verträglich und können vom Körper besser verwertet werden. Auch Menschen mit einer Fettverdauungsstörung können Krill-Öl leicht aufnehmen, da dieses keine Gallensäure für die Verdauung benötigt. Fisch-Öl oder Lebertran beschränken sich auf Omega-3-Fettsäuren in Form von Triglyceriden sowie Ethylestern. In diesen Verbindungen vorliegend können die Omega-3-Fettsäuren vom Körper nicht so gut verarbeitet werden. Neben Phospholipiden enthält Krill-Öl das natürliche Antioxidans Astaxanthin, das im menschlichen Körper als Radikalfänger wirkt. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Phospholipide Emulgatoren sind und sich dadurch mit Wasser vermischen. Das Fett schwimmt also nicht auf der Oberfläche. Dadurch kommt es bei Krill-Öl zu keinerlei fischigem Aufstoßen oder fischigem Nachgeschmack, der bei Fisch-Ölen des Öfteren mal vorkommt.

Was können wir also festhalten? Beide Produkte haben ihre Daseinsberechtigung und gleiche physiologische Wirkungen, allerdings ist das Krill-Öl wirksamer. Wie auch sonst gilt hier: Qualität vor Quantität! Es macht durchaus Sinn einen Wechsel zum Krill-Öl zu überdenken. Allerdings müsst ihr hier noch tiefer in Tasche greifen als bei Fisch-Öl Produkten – Neues Produkt auf dem Markt und so…ihr versteht;) Dennoch glaube ich, dass dieses Produkt sein Geld wert ist. An dieser Stelle erhaltet ihr natürlich auch noch eine kleine Produktempfehlung von mir: Ich setze auf das „Gold Krill“ der Marke Olimp Labs (siehe Foto). Allerdings ist die Verzehrempfehlung von einer Kapsel, also 500mg Krill-Öl diplomatisch ausgedrückt nicht ideal. Ich empfehle 1-3 Gramm (abhängig vom Körpergewicht, Trainingszustand, Ernährungsweise), also 2 bis 6 Kapseln täglich.

Beitrag von Michael Damer
Paleo Plus

Das von Michael empfohlene Krill-Öl findet ihr hier.

Krill-Öl