Die Open sind vorbei und es ist Zeit ein Resümee zu ziehen.

Die Aufregung, was sich Castro wohl wieder hat einfallen lassen. Was für ein WOD erwartet uns nach der Nacht von Donnerstag auf Freitag. Die Spekulationen (wieviele Dumbbells sollen wir kaufen? Was bedeuten die Fische?). Die Euphorie in den Gyms und während der Heats…all das hat nach 5 spannenden Wochen ein Ende.

Und plötzlich ist da so ein Loch: Der Open-Blues schleicht sich ein.

Jedes Jahr sieht man bei den Open Menschen, die über sich und ihre sportlichen Grenzen hinaus wachsen. Neue Egos werden geboren, einige werden bitterlich zerstört wiederum andere bleiben unbeeindruckt oder werden gar nicht erst geweckt.

Mich übrigens nicht ausgenommen. Die 2017er waren meine fünften Open und auch dieses Jahr habe ich mich wieder über kleine Erfolge gefreut,  wurde aber auch mit meinen Schwächen konfrontiert. Und genau deswegen liebe ich CrossFit und die Open. CrossFit, weil es mir in den richtigen Momenten Erfolgserlebnisse gibt aber auch klare Grenzen aufzeigt (an denen ich arbeiten kann um sie teilweise zu verschieben). Die Open, weil sie ein guter Maßstab neben dem Training sind um Fortschritte zu sehen – insbesondere wenn es eine 1:1 Wiederholung gibt wie dieses Jahr.

17.1 - Minute 18 und das Selbstmitleid steht mir ins Gesicht geschrieben

17.1 – Minute 18 und das Selbstmitleid steht mir ins Gesicht geschrieben

Was kann ich also machen dass der Open- und daraus resultierende Trainings-Blues ausbleibt?

Selbstreflektion ist das Zauberwort. 

Einfach mal sich selbst einordnen. Ohne dabei unnötig tief zu stapeln, sich mit anderen zu vergleichen oder zu denken, dass man der krasse Überathlet ist.

Für mich selbst stellen sich dabei immer folgende zwei Fragen:

  • Warum mache ich CrossFit? 

  • Was sind meine persönlichen Ziele (und sind diese realistisch)?

Ich mache CrossFit weil es mir Freude bereitet. That’s it. Sollte sich daran irgendwann mal was ändern, höre ich auf.

Persönliche Ziele zu definieren finde ich schon schwieriger. Zum Einen – ändern sich Ziele im Laufe der Zeit weil sie erreicht wurden oder man einen anderen Fokus setzt. Zum Anderen gehört das Training für mich als Coach im Grunde zum Tagesablauf -quasi wie Essen oder Zähneputzen- dazu. Um der Gefahr ins Blaue zu trainieren oder noch schlimmer nur noch Dinge zu machen die man gut kann zu entgehen, setzte ich mir deswegen konkrete Ziele. Dabei arbeite ich immer auf ein „großes“ aber realistisches Ziel hin und stecke Etappenziele.

Aktuell ist ein Langzeitziel 1 Bar Muscle Up zu schaffen. Zwischenziele sind 2 unbroken Chest 2 Bar Pull-Ups sowie (bereits erreichte s. Video 😉 3 unbroken Butterfly Pull-Ups.

 

Ihr seht, man kann es ganz gut runter brechen so dass die eigenen Ziele auch machbar sind/werden. Diese kleinen Erfolge helfen dabei positiv zu bleiben und im wahrsten Sinne das Ziel vor Augen nicht zu verlieren.

In diesem Sinne trotzt dem Blues & Happy Training!